Teure Datendienste für Apples iPad

Teure Datendienste für Apples iPad

Geringes Gewicht, einfache Bedienung, Touchscreen statt Tastatur: Eigentlich bietet sich Apples Tablet-Computer für den mobilen Einsatz an. Und folgerichtig offeriert der Hersteller mit dem iPad 3G eine 100 Euro teurere Variante seines Geräts, das sich nicht nur zu Hause per WLAN ins Internet einklinken kann, sondern auch unterwegs über die Mobilfunknetze. Doch wie sich jetzt zeigt, kann dies teuer werden – bei den Datentarifen für das iPad langen die Provider noch mal extra zu.

Für das iPad 3G ist eine Micro-Sim-Karte mit passendem Tarif nötig – herkömmliche Karten, wie sie etwa mit Surfsticks vertrieben werden, lassen sich mit dem iPad nicht nutzen. Mit den speziellen iPad-Tarifen, die mindestens UMTS-Geschwindigkeit bieten, lässt sich so praktisch eine neue Tarifklasse definieren – mit der die Gebühren noch mal über die bisher gewohnten Preise für das mobile Web gehievt werden.

Vodafone und T-Mobile: Strenge Volumenlimits

Bei Vodafone etwa kostet die Tarifoption „Mobile Internet Basic Monatspaket“ monatlich 19,95 Euro – inbegriffen ist hier allerdings ein Datenvolumen von gerade mal 200 Megabyte. Wird dieses überschritten, kappt der Provider automatisch die Verbindung. Alternativ lässt sich die Variante „Mobile Internet Basic Monatsflat“ buchen: Drei Gigabyte Daten kosten hier 29,95 Euro pro Monat. Werden in diesem Zeitraum mehr Daten abgerufen, drosselt Vodafone die Verbindung auf GPRS-Geschwindigkeit – und dann wird der Datenabruf schnell zur Geduldsprobe.

Die Telekom kündigte indes neue „CombiCard Connect“-Tarife an, die sich mit einer Micro-Sim-Karte ordern lassen und zu einem bereits bestehenden 24-Monate-Laufzeitvertrag beim Unternehmen hinzugebucht werden können. Die S-Variante kostet 2,95 Euro pro Tag mit einem Datenvolumen von 500 Megabyte. Die M-Variante mit einer Laufzeit von zwei Jahren kostet monatlich 19,95 Euro und deckt 300 Megabyte ab. Für Besitzer eines „Complete“-Vertrags ist zudem die L-Variante erhältlich: Drei Gigabyte lassen sich hier für 19,95 Euro pro Monat abrufen.

Alternative: Prepaid-Tarife

Alternativ kann man bei der Telekom auch Prepaid-Tarife buchen, ohne dass ein Vertrag beim Unternehmen bestehen muss: Die „Xtra web’n’walk DayFlat Special“ etwa kostet 4,95 Euro pro Tag (Limit: ein Gigabyte), die Monatsflat „Xtra web’n’walk Flat Special“ 34,95 Euro pro Monat (Limit: drei Gigabyte).

Prepaid-Tarife fürs iPad kündigte auch O2 an: Die Option „Blue S“ beläuft sich auf zehn Euro pro Monat für 200 Megabyte. Für ein 1-Gigabyte-Volumen („Blue M“) werden 15 Euro im selben Zeitraum fällig, für fünf Gigabyte („Blue M“) 25 Euro. Bei Überschreiten des Limits senkt O2 die Verbindungsgeschwindigkeit jeweils auf GPRS-Niveau.

Sparlösung im E-Plus-Netz

Wer sich mit geringeren Geschwindigkeiten zufrieden gibt, kann etwa auch beim E-Plus-Partnerunternehmen Simyo einen speziellen iPad-Tarif buchen. Dort kostet die Prepaid-Monatsflat 9,90 Euro (Limit: ein Gigabyte), die Micro-SIM-Karte selbst einmalig 14,90 Euro. E-Plus verfügt jedoch über das langsamste Datennetz der vier Mobilfunkanbieter in Deutschland – und bietet in der Regel nur normale UMTS-Geschwindigkeit, während die Konkurrenten auch den deutlich schnelleren Standard HSDPA unterstützen.

Alternativ ist im O2-Netz Fonic vertreten: 9,95 Euro kostet die SIM-Karte einmalig, ein Tag Surfen schlägt mit 2,50 Euro zu Buche (Limit: 500 Megabyte/Tag). Löblich ist hier der „Kosten-Airbag“: Maximal fallen pro Monat 25 Euro Gebühren an, auch wenn an mehr als zehn Tagen gesurft wird.

Quelle: Focus online
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